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Panzerwagen 39 Typ LTL-H, Pzw 39 mit Benzinmotor

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Allgemein
HerstellerCeskomoravska Kolben-Danek
HerstellungslandTschechoslowakei
HerstellungsjahrBeschaffung
Durch Bundesratsbeschluss vom 13.12.1937
Ablieferung
Mai bis August 1939
Im Truppeneinsatz1940 bis 1950
M+ NummerM+7511 bis M+7514 Pzw Det 1
M+7521 bis M+7524 Pzw Det 2
M+7541 bis M+7544 Pzw Det 4
Später M+78900 bis M+78911
KategorieLeichter Kampfpanzer
Anzahl Fahrzeuge12 Fahrzeuge
Besatzung3 Personen
1 Kommandant
Zugleich Beobachter und Funker
Er sitzt oder steht rechts im Turm mit Kopf im Beobachtungstürmchen, bedient im Notfall von Hand das Maschinengewehr im Turm
1 Schütze
Er sitzt links im Turm, bedient Kanone und das Maschinengewehr im Turm oder das Maschinengewehr im Karosserieunterteil
1 Fahrer
Sitzt rechts unten im Karosserieunterteil
Gewicht7'700 kg Fahrzeug
520 kg Motor
Leistungsgewicht15,54 PS/t
11,42 kW/t
Länge4'460 mm Fahrzeug mit Geschütz Richtung 12 Uhr
4'260 mm Fahrzeug ohne Geschütz
Breite2'000 mm Fahrzeug
1'960 mm Fahrzeug über Raupen aussen
1'420 mm Fahrzeug über Raupen innen
1'700 mm Spurweite
Höhe2'100 mm Fahrzeug mit Beobachterturm
1'820 mm Fahrzeug ohne Beobachterturm
1'200 mm Fahrzeug über Kotflügel vorne
900 mm Fahrzeug über Kotflügel hinten
725 mm Achse Antriebsrad vorne
525 mm Achse Spannrad hinten
530 mm Turm
280 mm Beobachterturm
1'600 mm Feuerhöhe Geschütz
BodendruckGelände 0,60 kg/cm²
Strasse 7,00 kg/cm²
Bodenfreiheit330 mm
Spurlänge2'230 mm
Überschreitfähigkeit1'800 mm
800 mm Kletterfähigkeit
45° / 100% Steigfähigkeit
31° / 60% Querneigung
Watfähigkeit900 mm
Raupenbreite270 mm
Geschwindigkeit Strasse45,0 km/h vorwärts
6,50 km/h rückwärts
1. Gang 4,00 km/h
2. Gang 11,0 km/h
3. Gang 17,5 km/h
4. Gang 28,0 km/h
5. Gang 45,0 km/h
R. Gang 6,50 km/h
Geschwindigkeit Gelände25 km/h
Tankinhalt140 Liter Benzin
70 Liter Treibstoffbehälter Motorraum links
70 Liter Treibstoffbehälter Motorraum rechts
70 Liter / 100 km Verbrauch Strasse
150 Liter / 100 km Verbrauch Gelände
200 km Reichweite Strasse
120 km Reichweite Gelände
FahrwerkPro Seite
1 Kegelradgetriebe vorne
1 Antriebsrad mit 2 Zahnkränzen vorne
2 Laufwagen
2 Längsblattfedern
4 Schwingarme
4 Laufräder
3 Tragrollen
1 Spannvorrichtung hinten
1 Spannrad hinten
1 Scharnierraupe
RaupenartScharnierraupe aus Stahl
86 Raupenglieder pro Seite im Neuzustand
2 Raupenglieder Reserve
Elektrische Spannung12 Volt
2 Batterien à  12 Volt 80 Ah
Parallel geschaltet
Minus Pol an Masse
Panzerung8 mm bis 32 mm
ÜbermittlungsmittelZwischen Panzerwagen und Kommandostelle
Durch Sende- und Empfangsstation, die fest eingebaut ist
Mittels Telephonie oder Telegraphie
Zwischen den Panzerwagen optisch
Bei Tag durch Signalisationsfahne
Bei Nacht durch Signalisationslampe
Zwischen Wagenkommandat und Lenker
Durch farbige, elektrische Signallichter
Vom Wagenkommandanten zum Fahrer und Schützen
Durch telephonische Sprechverbindung über den Sender

Sprechfunkgerät Lorenz
Sender BJ.1.S
Empfänger BJ.1.E


Hauptmotor
HerstellerScania Vabis
Typ1664
Anzahl Zylinder6 Zylinder Reihenmotor
Viertakt
Vergaser
Hersteller Solex
Typ 46 FNVP
Spezial Geländevergaser
Hängende Ventile durch unten liegende Nockenwelle über Stössel, Stösselstangen und Schwinghebel betätigt
Antrieb der Nockenwelle über schrägverzahnte Zahnräder
Trockensumpfschmierung
Leistung120 PS / 88,25 kW bei 2'200 U/min
Drehmoment47,92 mkg / 470 Nm bei 2'000 U/min
Bohrung110 mm
Hub136 mm
Hubraum7'754 cm³
TreibstoffBenzin
AntriebslageVorne


Hilfsmotor
HerstellerKein Hilfsmotor eingebaut
TypX
Anzahl ZylinderX
LeistungX
BohrungX
HubX
HubraumX cm³
TreibstoffX


Getriebe
TypHauptgetriebe
System Praga Wilson
Typ "CH"
Halbautomatisches Wechselgetriebe
Am Vorwählhebel wird der gewünschte Gang eingestellt
Das Schalten des Ganges erfolgt durch Aus- und Einkuppeln
5 Vorwärtsgänge
1 Rückwärtsgang
Übersetzung
1. Gang 11,4:1
2. Gang 4,08:1
3. Gang 2,55:1
4. Gang 1,60:1
5. Gang 1,00:1
R. Gang 6,88:1
Lenkgetriebe
Trockenscheiben Kupplungslenkung mit zwei Umlaufgetrieben für Radius- und Ortslenkung, mit Aussenbandbremsen
Bremsen
Fuss- und handbetätigte Aussenbandbremsen, die auf die Ortslenktrommeln wirken


Bewaffnung
Hauptwaffe24 mm Panzerwagen Kanone 1938
24 mm Pzw-Kan 38
Hersteller Eidgenössische Waffenfabrik Bern (W+F)
Entwickler Adolf Furrer (W+F)
Technische Daten
24 mm Kaliber
360° Seitenrichtbereich
- 10° bis + 20° Höhenrichtbereich
Durch das links angebrachte Handrad
30 - 40 Schuss / Minute Feuergeschwindigkeit
75 kg Waffe ohne Lafette
39 kg Rohr mit Mündungsbremse und Schliessvorrichtung
38 kg Verschlusskasten mit Verschlussgehäuse
5,12 kg Magazin gefüllt mit 6 Patronen
2,28 kg Magazin leer
2'590 mm Länge
1'880 mm Länge Lauf mit Mündungsbremse
1'515 mm Länge Lauf
717 mm Drallänge
12 Züge
Konstanter Rechtsdrall
Rohrrücklaufgeschütz
Einzelfeuer
Schussauslösung mechanisch von Hand links oder mit Knieabzug
Lafettierung in Kugelblende
Rückstosslader, verriegelt
Gesteuerter Kniegelenkverschluss
Patronenzufuhr aus Magazin
Kastenmagazin à  6 Patronen
Zielvorrichtung über Zielfernrohr
Kampfmunition
24 mm Pzw Kan 38 Bl-G o Lsp, 900 m/s, Gewicht 460 gr
24 mm Pzw Kan 38 Bl-G m Lsp, 900 m/s, Gewicht 460 gr
24 mm Pzw Kan 38 St-G-MZ, 900 m/s, Gewicht 460 gr
24 mm Pzw Kan 38 Pz-GV, 900 m/s, Gewicht 460 gr
24 mm Pzw Kan 38 Pz-G BoZ, 900 m/s, Gewicht 460 gr
Übungsmunition
24 mm Pzw Kan 38 U-G m Lsp, 900 m/s, Gewicht 460 gr
Manipuliermunition
24 mm Pzw Kan 38 Manip Pat
Maschinengewehr7,5 mm Panzerwagen Maschinengewehr 1938
7,5 mm Pzw Mg 38
Hersteller Eidgenössische Waffenfabrik Bern (W+F)
Entwickler Eidgenössische Waffenfabrik Bern (W+F)
Technische Daten
7,5 mm Kaliber
360° Seitenrichtbereich
- 10° bis + 20° Höhenrichtbereich
1'200 Schuss / Minute Feuergeschwindigkeit
18 kg Gewicht
990 mm Gesamtlänge
665 mm Rohrlänge
270 mm Drallänge
4 Züge
Konstanter Rechtsdrall
Seriefeuer
250 Patronen im Gurt
Patronenzufuhr aus Zerfallgliedergurten
Rückstosslader verriegelt
Gesteuerter Kniegelenkverschluss
Schussauslösung mechanisch von Hand oder mit Knieabzug
Zielvorrichtung über Zielfernrohr
1 Pzw Mg 38 ist mit der Pzw Kan 38 gekoppelt
1 Pzw Mg 38 ist im Wannenunterteil eingebaut, Wirkungsbereich Kegel von 10° in Fartrichtung
Beide sind flüssigkeitsgekühlt
Kampfmunition
7,5 mm Gp 11, 780 m/s, Gewicht 26,8 gr
7,5 mm St Ke Pat 11, 780 m/s, Gewicht 26,8 gr
7,5 mm Lsp Pat 11, 780 m/s, Gewicht 25,6 gr
Markiermunition
7,5 mm Mark Pat Mg, Gewicht 13,8 gr
Manipuliermunition
7,5 mm Gw Manip Pat 11, Gewicht 35,6 gr

7,5 mm Leichtes Maschinengewehr 1925
7,5 mm Lmg 25
Als Zusatzbewaffnung
Hersteller Eidgenössische Waffenfabrik Bern (W+F)
Entwickler Adolf Furrer (W+F)
Technische Daten
7,5 mm Kaliber
360° Seitenrichtbereich
90° Höhenrichtbereich
490 - 525 Schuss / Minute Feuergeschwindigkeit
8,650 kg Gewicht
1'163 mm Gesamtlänge
585 mm Lauflänge
270 mm Drallänge
4 Züge
Konstanter Rechtsdrall
Einzel- und Seriefeuer
30 Patronen pro Magazin
Patronenzufuhr aus zweireihigem Stangen Magazin seitlich rechts
Luftgekühlter Rückstosslader mit kurzem Rücklauf
Gesteuerter Kniegelenkverschluss
Schussauslösung mechanisch von Hand
Zielvorrichtung über Korn und Visier
Kann auf dem Beobachtertürmchen montiert oder beliebig frei im Gelände verwendet werden
Kampfmunition
7,5 mm Gp 11, 740 m/s, Gewicht 26,8 gr
7,5 mm St Ke Pat 11, 740 m/s, Gewicht 26,8 gr
7,5 mm Lsp Pat 11, 740 m/s, Gewicht 25,6 gr
Markiermunition
7,5 mm Mark Pat Mg, Gewicht 13,8 gr
Manipuliermunition
7,5 mm Gw Manip Pat 11, Gewicht 35,6 gr
LyranKeiner
NebelwerferKeine


Munitionsvorrat
Hauptwaffe114 Schuss
In 19 Kasten-Magazienen à  6 Schuss
Maschinengewehr300 Schuss zu Lmg 25
In 10 Magazienen à  30 Schuss
2'500 Schuss zu Pzw Mg 38
In 10 Gurten à  250 Schuss
LyranKeine
NebelwerferKeine
BemerkungenEinteilung Truppenordnung 1938
Je ein Pzw Det zu 4 Pzw in den Aufkl Abt
in den Divisionen 1, 2, 4 -7
Pzw Det 1 1940
Pzw Det 2 1940
Pzw Det 4 1940
Pzw Det 5 1940
Pzw Det 6 1940
Pzw Det 7 1940

Nach Kriegsausbruch
Je 1 Pz Kp zu 8 Pzw in den Aufkl Abt der 3 leichten Brigaden
Pzw Kp 1 von 1940 bis 1948
Pzw Kp 2 von 1940 bis 1948
Pzw Kp 3 von 1940 bis 1948

Einteilung Truppenordnung 1947
Stabsschwadron des Mot Drag Bat 11 1948 bis 1960
6 Fahrzeuge
Alle mit Dieselmotor

Geschichte
Die Schweiz kauft 1938 zuerst ein Fahrzeug ohne Bewaffnung für Versuchszwecke und dann 1939 11 Fahrzeuge ohne Bewaffnung dazu. Diese 12 Stück haben einen Scania Vabis Benzinmotor eingebaut.
Weitere 12 Fahrzeuge werden in der Schweiz  von den Firmen Saurer, Berna, Bell und Oeler in Lizenz hergestellt.
Sie erhalten einen Saurer Dieselmotor, Bewaffnung und Funk.

Mit der Truppenordnung 38 wurden sämtlichen Divisionen eine Aufklärungsabteilung zugeteilt, die aus einer Radfahrerkompanie, einer Dragonerschwadron und einem Panzerwagen Detachement bestand.
1940 wurden 6 Panzerwagen Detachemente mit je 4 Panzerwagen 39 gebildet.
Am 04.12.1940 wurden die 6 Detachemente in 3 Panzerwagen Kompanien (Pzw Kp 1, Pzw Kp 2, Pzw Kp 3) umgegliedert und je einer leichten Brigade unterstellt.
Ende 1948 wurden die Pzw Kp 1 bis 3 aufgelöst.
1949 wurden die Pzw Kp 1 bis 3  in Pzj Kp 31 bis Pzj Kp 33 umbenannt und mit dem G 13 ausgerüstet.

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